Das dürfen nicht viele Streichquartettformationen von sich behaupten: Artist in residence der Library of Congress in Washington zu sein. Genau das war das Budapest String Quartet, ursprünglich 1917 in Ungarn gegründet, zwölf Jahre lang, von 1940 bis 1962. Und im dortigen Elizabeth Sprague Coolidge Auditorium wurde 1951/52 auch ihr Beethoven-Zyklus aufgenommen, der mit dem typischen warmen, dabei überaus flexiblen Klang des Quartetts zu den wegweisenden Gesamteinspielungen dieser inkommensurablen Werke gehört. Kenner werten diese vollklingende, mit souveräner Könnerschaft gespielte Monoversion, die jetzt erstmals auf 12 CDs als Gesamtheit erscheint, höher als die später entstandene Stereoversion.