Lucas Debargues leidenschaftliche Erkundung wenig bekannter, überraschender Stücke des Klavierrepertoires prägt auch sein drittes Album bei Sony Classical: Mit Karol Szymanowskis Zweiter Sonate von 1911 spielte er ein selten aufgeführtes Werk ein.

Hinzu kamen die beiden „kleinen“ Schubert-Sonaten D 664 in A-Dur und D 784 in a-Moll. Diese sind dem Publikum wohlvertraut, werden aufgrund ihrer Charakterisierung als „kleine“ Sonaten aber bisweilen etwas unterschätzt. Dabei dient die Bezeichnung ausschließlich dazu, sie von den späten, deutlich längeren Sonaten zu unterscheiden, und Debargue weist eine solche Kategorisierung denn auch inhaltlich dezidiert zurück: „Manche Pianisten widmen sich vor allem den drei letzten Schubert-Sonaten. Doch mich interessierte es gerade, die ‚kleinen‘ Sonaten zu erkunden – die tatsächlich weit davon entfernt sind, ‚klein‘ zu sein: Mit ihrer immensen Gefühlspalette und ihrem Kontrastreichtum sind sie einfach große Werke!“