Das zweite Album der Sopranistin und ECHO Klassik-Preisträgerin stellt Belcanto-Arien von Donizetti, Bellini, Gounod, Meyerbeer vor. Im Zentrum des Konzepts steht dabei die berühmte Wahnsinnsarie aus Lucia di Lammermoor, mit der die junge Südafrikanerin mittlerweile an allen großen Häusern von der MET bis zur Scala das Publikum begeisterte: „Zunächst wollte ich mich auf Wahnsinnsszenen konzentrieren, aber dann erweiterte ich das Blickfeld und bezog Charaktere mit ein, die sich in ein Traumleben geflüchtet haben… Sie träumen von einem besseren Leben, einem Traumprinzen oder davon, ein Leben ohne Angst führen zu können. Ich wollte dem nachspüren, was diese Träume oder dieser Wahnsinn für die jeweilige Figur bedeutet.“

Pretty Yende singt auch das Koloratur-Paradestück Ombre légère aus Meyerbeers Dinorah, O luce di quest’anima aus Donizettis Linda di Chamounix und Je veux vivre aus Gounods Roméo et Juliette. Mit der letztgenannten Arie schrieb die Sopranistin Geschichte, als sie als erste Künstlerin überhaupt erste Preise in sämtlichen Kategorien des Internationalen Hans Gabor Belvedere Gesangswettbewerbs von 2009 gewann. Und die melancholische Schlafwandelszene (Ah, non credea mirarti) aus Bellinis La sonnambula darf ebenfalls nicht fehlen. Den Abschluss bildet die ebenso leidenschaftliche wie tragische Schlussszene aus Bellinis selten gespielter Oper La straniera.

Pretty Yende wird vom Orchestra Sinfonica di Milano Giuseppe Verdi unter Giacomo Sagripanti begleitet, der bei den 2016 International Opera Awards in London als „Young Conductor of the Year“ ausgezeichnet wurde.