Igor Levit ist zweifellos einer der brillantesten Pianisten der heutigen Zeit und zudem einer der interessantesten und aktivsten. Seine hochgelobten, weltweit vielfach ausgezeichneten Aufnahmen für Sony Classical, seine ausverkauften, umjubelten Konzerte und die außergewöhnliche Medienpräsenz haben ihn zu einem der Top-Stars der Klassik gemacht. Bei den Salzburger Festspielen feierte er triumphale Erfolge mit seinen Konzerten, die – wie seine Alben auch – durch ungewöhnliche Programme die Kritik begeistern: „…diese Hände sind ein ganzes Orchester, Klavier im Ausnahmezustand - Levit bescherte Salzburg eine Sternstunde“, schrieb die FAZ.

Auch das Album Life ist außergewöhnlich, eine musikalische Meditation über das Leben, entstanden nach und aus der Überwindung einer tiefen persönlichen Krise, in die ihn der tragische Tod eines engen Künstlerfreundes riss. Life stellt über die gewählten Werke von Bach bis Bill Evans die Frage nach Sinn und Dauer des Lebens, aber Levit feiert dabei das Leben hymnisch.

Die Chaconne von Bach in der Fassung von Busoni, Liszts Bearbeitungen für Klavier von Wagners Feierlichem Marsch zum heiligen Gral aus Parsifal und Isoldes Liebestod (Tristan und Isolde) wie auch dessen monumentale Fantasie und Fuge über einen Choral aus Meyerbeers Oper Le Prophète wählte Levit ebenso wie Robert Schumanns späte und selten aufgeführte Geister-Variationen. Eingespielt wurde die fantastisch klingende Aufnahme in der legendären Jesus-Christus Kirche in Berlin-Dahlem. Ein außergewöhnliches Hörerlebnis, eine musikalische Reise, die zum Nachdenken anregt und bewegt.