Für sein erstes Album mit Orchester hat der amerikanische Ausnahme-Organist Cameron Carpenter mit dem Konzerthausorchester Berlin unter der Leitung von Christoph Eschenbach Rachmaninows Paganini-Rhapsodie op.43 und Francis Poulencs Konzert für Orgel, Streicher und Pauke in g-Moll, FP 93 eingespielt. Die Aufnahme entstand parallel zu einem von Presse und Publikum begeistert aufgenommenen Live-Konzert im Berliner Konzerthaus, bei der die eigens für Carpenter gebaute vollelektronische „International Touring Organ“ eindrucksvoll in Szene gesetzt wurde und ihre Klanggewalt und Farbenpracht extrem gut ausspielen konnte.

Für die Paganini-Rhapsodie hatte Carpenter selbst den eigentlich für Klavier geschriebenen Part für seine Orgel arrangiert. Daraus wurde ein geniales Show-Stück, Carpenters Orgel klang mal nach Kino- mal nach Hammondorgel und Carpenter erwies sich als exzellenter Virtuose: „Wenn er mit seinen Füßen über die Pedale fegt, fühlt man sich an ein Ballett erinnert, selbst schwierigste Stellen meistert er mit atemberaubender Körperbeherrschung.“ Das Album wird ergänzt durch Louis Viernes prächtige Orgel Sinfonie Nr. 1, die im Konzerthaus als Zugabe erklang und ebenfalls Beifallsstürme erntete.