Traditionell ist der österreichische Komponist Franz Schmidt (1874-1939) eng mit den Wiener Philharmonikern verbunden. Nicht nur historisch – seine Professuren am Wiener Konservatorium und seine Anstellung als Cellist im Hofopernorchester führten ihn in den unmittelbaren Kreis der Wiener Philharmoniker – sondern vor allem auch musikalisch. Diese enge Bindung ist mit dieser Einspielung von Schmidts Zweiter Symphonie deutlich erfahrbar. Uraufgeführt 1913, herrscht hier spätromantische Klangpracht vor, wie sie so nur die Wiener Philharmoniker wiedergeben können.

Ergänzt wird die Aufnahme durch Strauss‘ berühmtes symphonisches Zwischenspiel Träumerei am Kamin aus der Oper Intermezzo. Es bildet mit seinem vollen Orchesterklang den idealen Nachhall zu Schmidts Symphonie.

Dirigent Semyon Bychkov versteht es, die musikalische Wiener Pracht gekonnt in Szene zu setzen und arbeitet mit filigran modulierten und dabei glanzvollen Linien: Schönheit wie aus längst vergangenen Zeiten.