„Beethoven ertasten“ könnte man es nennen - das große Projekt des Luzerner Sinfonieorchesters mit den fünf Klavierkonzerten Beethovens. Denn die Annäherung an diesen einzigartigen Klavierkosmos erfolgte schrittweise, sozusagen als Entdeckungsreise, über die ganze Saison 2016/2017.

Beethovens Klavierkonzerte sind in einem Zeitraum von etwa 20 Jahren entstanden. Das erste - veröffentlicht als Nr. 2 B-Dur op. 19 - reicht bis ins Jahr 1793 zurück. Das zweite - veröffentlicht als Nr. 1 C-Dur op. 15 - wurde 1800 vollendet, das dritte kam 1803 zur Uraufführung, und das vierte 1807. Das fünfte erlebte seine Uraufführung 1811 in Leipzig. In einem ähnlichen Zeitraum entstanden die vier hier eingespielten Ouvertüren, welche die Klavierkonzerte jeweils stimmungsvoll ergänzen. Dirigent James Gaffigan und Pianist Oliver Schnyder gelten nicht nur seit diesen denkwürdigen Luzerner Konzerten als ausgewiesene „Beethoven-Spezialisten“.