Leontyne Price war der erste schwarze Superstar der Klassik. Aber es gab und gibt selbstverständlich nicht nur Interpreten, sondern auch Komponisten mit dunkler Hautfarbe. Von 1974 bis 1978 erschien bei Columbia Masterworks die Black-Composers-Schallplattenreihe, die jetzt erstmals gesammelt auf CD veröffentlicht wird.

Es beginnt mit Joseph Bologne, Chevalier de Saint-Georges, der Ende des 18. Jahrhunderts einer der angesehensten Komponisten in Europa war. William Grant Still (1895-1978) hingegen schrieb die erste „Afro-American Symphony“. Es gab so individuelle Stimmen wie die von José White Lafitte (1836-1918) mit seinem eindringlichen Violinkonzert oder David Baker (1931-2016), hier mit seiner Cellosonate vertreten, gespielt von keinem Geringeren als Janos Starker.

Auf 10 CDs finden sich hochindividuelle Kompositionen und Aufnahmen, die es verdienen wiederentdeckt zu werden. Fast allen gemeinsam ist die musikalischen Leitung durch den so engagiert, wie imaginativen Dirigenten Paul Freeman.