Die georgische Pianistin Khatia Buniatishvili ist durch die kühne Unbekümmertheit, die sie auf der Bühne ausstrahlt und die auch aus ihren Aufnahmen spricht, ebenso bekannt geworden wie durch den individuellen künstlerischen Ansatz und das mutige Flair ihrer Interpretationen. Das mit Spannung erwartete neue Album der jungen Musikerin steht ganz im Zeichen Franz Schuberts (1797-1828): Buniatishvili legt hier erstmals die große letzte Klaviersonate des Komponisten vor (Nr. 21 in B-Dur, D 960), die vier beliebten Impromptus sowie das Ständchen aus dem Schwanengesang D 957 in der Bearbeitung von Liszt. Die Schubert-Veröffentlichung steht in einer Reihe mit Buniatishvilis Komponisten-Alben (Liszt, Chopin und Rachmaninow), sowie ihren Konzept-Alben Motherland und Kaleidoscope mit Werken von Mussorgsky, Ravel und Strawinsky.

Im Alter von nur sechs Jahren gab Khatia Buniatishvili ihr Orchesterdebüt, als Zehnjährige spielte sie bereits in den großen Konzertsälen in Europa, Israel und den Vereinigten Staaten. Vor allem seit Buniatishvili 2010 mit dem Borletti-Buitoni Trust Award ausgezeichnet wurde, hat ihre Karriere viele neue Facetten hinzugewonnen: So wurde die Pianistin in das wegweisende New-Generation-Artists-Programm von BBC Radio 3 aufgenommen und zweimal mit dem ECHO Klassik ausgezeichnet. Buniatishvili ist eine international äußerst gefragte Künstlerin und tritt mit Orchestern und Dirigenten von Weltklasse auf. 2018 spielte sie unter der Leitung von Paavo Järvi bei den BBC Proms.