Auf „Hommage à Rossini“ beschäftigt sich Raphaela Gromes mit einem der berühmtesten Komponisten der italienischen Oper. Mit dem WDR Funkhausorchester unter Enrico Delamboye hat sie interessante Werke mit Bezug zu Gioacchino Rossini aufgenommen: die Arie Cuius animam aus Rossinis berühmter Stabat Mater, die Arie Non più mesta aus der Oper La Cenerentola und die selten zu hörende Kavatine Tu non sai qual colpo atroce aus seiner vergessenen Oper Bianca e Falliero in neuen Arrangements für Cello und Orchester.

Eine Ersteinspielung und echte Entdeckung ist die von Raphaela Gromes selbst in einem italienischen Archiv gefundene und bis dahin verschollen geglaubte Fantasie Hommage à Rossini für Cello und Orchester von Jacques Offenbach. Zum 150. Todesjahr Rossinis ist sie nun erstmals auf CD zu hören. Geschickt kombiniert sie die Cellistin mit Werken für Cello und Klavier, begleitet von Julian Riem: Rossinis Une Larme (Eine Träne) entstand in den 1860er Jahren. Der Böhme Bohuslav Martinu komponierte seine Variationen über ein Thema aus Rossinis Barbier von Sevilla im Jahre 1942. Pianist Julian Riem arrangierte selbst die drei gewählten Lieder aus Rossinis Spätwerk Soirée Musicale: La danza, eine teuflisch rasante Tarantella, La gita in gondola und L'invito. Gromes beweist auch auf ihrem neuen Album große Musikalität und das richtige Gespür.