Die Dresdner Philharmoniker erhielten für ihre drei Alben mit den Sinfonien von Beethoven und Schostakowitsch sehr gute Kritiken: „Eine reizvolle Kombination“ (Fono Forum), „sehr präzise und brillante Transparenz“ (hr2 Kultur). Auf ihrem neuen Album präsentieren sie die beiden fünften Sinfonien der Komponisten in einer interessanten Gegenüberstellung.

Wie kaum ein zweites Werk gilt die 1808 komponierte c-Moll-Sinfonie Beethovens als Inbegriff der klassischen Musik. Mit dem Gegensatz vom dramatisch-düsteren c-Moll des ersten Satzes und dem jubilierenden C-Dur des Schlusssatzes prägte diese Sinfonie erstmals die so bekannten Assoziationen des „durch Nacht zum Licht“ sowie „Sieges über das Schicksal“.

Dieser Dramaturgie folgt auch die 1937 komponierte 5. Sinfonie Schostakowitschs. Nach Kritik der sozialistischen Führung an der 4. Sinfonie des Komponisten und in der Zeit des Großen Stalinistischen Terrors wurde Schostakowitschs 5. Sinfonie als Rückkehr des verlorenen Sohnes gefeiert. Nach dem ersten gewaltigen Satz mündet auch diese Sinfonie in, allerdings überzogenen, Jubelklängen.