Simone Kermes
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Simone Kermes - Colori d'Amore

Colori d'Amore

Künstler

?Colori d´amore? - die neue CD der Sopranistin Simone Kermes - vereint neu entdeckte Arien italienischer Barock-Komponisten wie Bononcini, Caldara, Scarlatti und Matteis, die Claudio Osele, Dirigent und Leiter des Originalklang-Ensembles Le Musiche Nove, in intensiver Forschungsarbeit ausfindig gemacht hat. Die meisten dieser Arien entstanden im Wien des späten 17. und frühen 18. Jahrhunderts, als die Habsburger Kaiser zahlreiche italienische Komponisten an ihrem Hof beschäftigten. Nur eine der Arien ist weltberühmt, aber das ?Ombra mai fu? erklingt auf der CD nicht in der Fassung von Händel, sondern in der Originalkomposition von Bononcini. Die sorgfältig ausgewählten, völlig zu Unrecht vergessenen Arien voller Liebe, Leidenschaft und Zärtlichkeit sind teilweise poetisch, teilweise dramatisch und wie geschaffen für die Stimme von Simone Kermes, eine der besten Koloratursängerinnen der heutigen Zeit. Begleitet wird Simone Kermes wie auch bei der erfolgreichen CD ?Lava? von Le Musiche Nove unter Claudio Osele. Tracklisting: Scarlatti ?Il mar de le mie pene? * Bononcini ?Ombra mai fù ? * Scarlatti ?Ondeggiante agitato? * Scarlatti ?Cara tomba? * Caldara ?Ha vinto Amor? Per combatter con lo sdegno? * Bononcini ?Dice Tirsi? * Bononcini ?Più che freme il nembo irato? * Scarlatti ?Canta dolce il rosignolo? * Matteis the younger Balletto * Scarlatti ?Qui dove ? Torbido irato e nero? * Caldara ?Se vedrai avvampar le lucciolette? * Caldara ?Fiamma ignota? * Bononcini ?E? deliquio ? Sonno se pur s?è sonno? * Broschi ?Chi non sente? Für diese CD wurde Simone Kermes mit dem ECHO KLASSIK Preis 2011 als Sängerin des Jahres ausgezeichnet. "Genial, unberühmt, spektakulär - das sind die Kriterien für fast alle 14 Barockopernarien auf dem neuen Album der Kermes. Nur eine einzige ist keine "Weltersteinspielung". Sportliches wechselt sich ab mit Lyrischem, Süßigkeiten mit harter Hochseilartistik. [?] In einen Abgrund von zwei Oktaven stürzt die Melodie bei dem Wort "No" im "Meer der Leiden" von Alessandro Scarlatti, keine Sopranistin hat diese Trefferquote, so traumhaft sauber, so oft wiederholt. Minutenlang trillert die Kermes mit der Kriegstrompete um die Wette in der Arie des Doricle, der auf Eroberung auszieht. Ihre Technik ist atemberaubend, eine Aura hat sie auch." (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung) "Simone Kermes hat das, was die Opernszene braucht: Stimme, Glanz und Charisma. [?] Auf ihrem neuen Album "Colori d'Amore" stellt die Koloratur-Artistin wieder sehr effektvolle Barock-Arien nicht so häufig gespielter Komponisten vor, und sie erinnert in ihrem stilistisch sicheren und technisch perfektem vokalen Zugriff an Philippe Jaroussky. [?] Kermes interpretiert zum Beispiel Arien des venezianischen Komponisten Antonio Caldara, die zu den lohnenderen Wiederentdeckungen und Delikatessen der Barock-Oper gehören. Melodische Fülle und reichlich virtuose Ansprüche machen diese Kabinettstückchen auch für Nichtexperten attraktiv: Wer sich noch nie für die Barockoper interessierte, könnte mit diesen Popsongs der Epoche auf den Geschmack kommen, bevor er sich etwa Händel zuwendet. Wer sich in den Kermes-Kosmos des wirbelnden Barockgesangs einhören will, der starte die CD mit dem Stück "Ha Vinto Amor", bei dem ihr Orchester Le Musiche Nove unter der Leitung von Claudio Osele auftrumpft. [?] Auf "Colori d'Amore" musizieren Kermes und Osele so forsch drauflos, als hätten sie sich gerade erst gefunden. Diese Frische und wilde Spontaneität sind genau das, was der Darstellung von Barockmusik lange Zeit gefehlt hat." (Spiegel Online) "Diese Frau ist ein Vulkan - kochend, feurig, hochexplosiv, aber auch poetisch und pittoresk wie Lava, die gefährlich in die Luft gepeitscht wird oder fast zart den Abhang hinuntergleitet: Simone Kermes, der Stern am Koloraturenhimmel, glänzte im Robert-Schumann-Saal mit Arien aus dem Zeitalter der Kastraten [?] Die Leidenschaften brechen aus diesem Vulkan mit roter Mähne mannigfaltig heraus. [?] Mit jeder Faser ihres Körpers gibt sie sich dem jeweiligen Affekt mit großer Authentizität hin. [?] Zusammen mit ihrem Orchester schafft sie ein stimmiges Gesamtkunstwerk. Brillant ist der Dialog mit der Solo-Violine (Enrico Casazza): sehnsuchtsvolles Liebesgezwitscher zum Dahinschmelzen von höchster Intimität. [?] Das Orchester "Le Musiche Nove" spielt auf Originalinstrumenten, aber damit keineswegs angestaubt, sondern vor allem frisch, unkonventionell, leidenschaftlich und auch sehr mitreißend. [?] Mitreißend anders und von außergewöhnlicher Qualität." (Rheinische Post) "Mit ihrer "Lava"-CD mit Arien der neapolitanischen Schule ist Simone Kermes eines der besten Vokalrecitals des letzten Jahres gelungen?Mit "Colori d'Amore" knüpft die Sopranistin nahtlos an das Niveau der Vorgänger-CD an, wiederum begleitet von Bartolis ehemaligem haus- und Hof-Berater Claudio Oesele?gleich Bononcinis "Ombra mai fu"- zeigt eine der vielen sängerischen Tugenden von Kermes: ätherisch schöne Töne in Rezitativ und Arie, die einem traumhaft schönen Seelenbekenntnis gleichkommen. Kongenial begleitet von Le Musiche Nove, die delikat die reizvollen Harmonien auskosten. Doch einen Track weiter geht es schon wieder runter von der Bremse und rauf auf das Gaspedal. Der Gesang bebt vor einer sinnlichen Körperlichkeit, die in der trillernden Schlacht mit der Trompete bis an den Rand des Singbaren führt?immer wieder die Wandlungsfähigkeit ihrer Stimme, die vom schmerzlich-schwebenden Klagegesang?mühelos in die Tour de Force von dessen "Torbido, irato e nero" umschaltet. Mit stupender Virtuosität wirft sie sich in diese Lehrstücke in Sachen Koleraturgesang." Musik:5/5 Klang:4/5 (Fono Forum) "Was diese Solistin von anderen unterscheidet, ist ihre Direktheit in Stimme und Auftritt. Sie rockt?Wer hört, wie zart sie den tröstenden Schlaf beschwört in einer Arie von Antonio Maria Bononcini, der den Herzensriss seiner Griselda mit dem unerhörten Wagnis eines großen Septimensprungs beschreibt, entdeckt mit dem weiten Horizont jener Zeit auch eine Sängerin von zerbrechlichster Sensibilität. Ungeschützt, leise, vibratolos, schicksalsergeben steigt sie hoch von G zum Fis, vom "ombra" zum "tua"?Hinter den Arien von Alessandro Scarlatti und Antonio Caldara leuchtet ein ganzer Spielplan verklungener Opern, auf die man hier neugierig wird. Und eine der Ersteinspielungen klingt seltsam vertraut. Da hören wir, wo Georg Friedrich Händel sein weltberühmtes Ombra mai fu klaute, das largo. Schon 1694 findet Giovanni Bononcini, für den Schatten der Platane die Töne, die vierzig Jahre später Händel in seinen Xerxes einbaut. Man weiß das, aber das Original zu hören ist etwas ganz anderes. Dann nämlich wird Ombra zum Verbindungsweg zwischen den Welten. Der vertrauten, auf ein paar Begriffe und Größen reduzierten, an die wir uns halten, und einem weiten, kaum betretenen Land vergessener Wunder. Unendlich schlicht singt Simone Kermes diese Weise. Es ist, als blicke man dabei auf das ganze Leben." (Die Zeit) Opernwelt, DEZ 2010 "Die Edition ist vorbildlich: Die Trackliste nennt neben Werk, Szene und Rolle auch Jahreszahl, Ort und Theater der Uraufführung. Bitte nachmachen! Sammler werden sich besonders über Giovanni Boboncinis "Ombra mai fu" von 1694 freuen?Kermes leiht der Arie ihr klangvollstes Piano. Bei Allessandro Scarlattis furiose, "Ondeggiante" ("il prigioniero fortunato", 1698) duettiert sie ebenso farbig wie aggressiv mit der Trompete?Weiter Höhepunkte sind Antonioncinis kokettes Mandolinen-Lied, Scarlattis leibliche Nachtigallen-Arie aus "La gloria di Primavera" und Riccardo Broschis umwerfend gesungenes "Chi non sente"?Als virtuosissima präsentiert sich Kermes in Scarlattis "Qui dove" aus "Erminia": Das moldauesk ondulierende Bach-Gemurmel steigert sich unversehens in die aberwitzigen Koleraturexerzitien einer Eifersuchtsarie, in deren Vorhalten, Glissandi und Intervallsprüngen gespickten Königin-der-Nacht-Sequenzen sich die Sopranistin gurrend stürzt, um im B-Teil auch pastosere Phrasen und Töne zuzulassen. Osele und Le Musiche Nuove sind ihr kongenialer Begleiter mit knackigen Instrumentalsoli." (Opernwelt) "Deutschlands virtuoseste Koloraturschleuder hat wieder zugeschlagen: Nach ihrem hinreißenden Album "Lava" im vergangenen Jahr, präsentiert sich Simone Kermes auf "Colori d'amore" nicht minder spektakulär. Waren es bei "Lava" neapolitanische Arien aus den 1730er Jahren, sind die Stücke von Scarlatti, Caldara und den Bononcini-Brüdern auf ihrer neuen CD im Durchschnitt 20 Jahre älter. Und auch mit diesem Programm macht Simone Kermes unmissverständlich klar, dass sie in diesem Repertoire keine Konkurrenz hat. Die horrenden technischen Schwierigkeiten scheinen ihr überhaupt erst den nötigen Kick zu geben, um zu Höchstleistungen aufzulaufen. Und wenn sie erst einmal in Fahrt ist, spielt sie mit den Aberwitzigkeiten der Komponisten und setzt noch einen drauf. Ob endlose Koloraturketten, Staccati-Attacken, riesige Intervallsprünge, interpolierte Spitzentöne (an denen sie dann auch noch ihre unglaubliche Messa di voce demonstriert) - nichts scheint eine wirkliche Herausforderung für sie zu sein. Doch damit nicht genug. Die lyrischen und getragenen Arien gestaltet sie mit einer Innigkeit und Hingabe, die zutiefst berühren und bei einer feuerspeienden Tigerin wie ihr doppelt verblüffen. Claudio Osele ist mit seinem - übrigens auf 440 Hz gestimmten! - Ensemble Le Musiche Nove der perfekte Partner für die Sopranistin, die mit den 13 Ersteinspielungen auf "Colori d'amore" (nur eine einzige der Arien wurde schon einmal aufgenommen) ganz nebenbei auch noch unsere Repertoirekenntnisse erweitert." (Rondo Magazin) "Simone Kermes und Barock-Musik - das ist eine unauflösliche Bindung, die geradezu erotisch wirkt. [?] Auf ihrer neuen CD Colori d´Amore stellt sie Arien aus unbekannten Opern von Alessandro Scarlatti, Antonio Caldara und Giovanni Bononcini zu einem verlockenden Menü zusammen. Dabei erweist sie sich als Meisterin der leisen, verhauchten und verinnerlichten Töne. Ihre Vulkan-Stimme hält Simone Kermes hier im Zaum, aber in jeder Phrase ist das zurückgehaltene Feuer zu spüren. Das macht diese Platte so spannend, zumal Claudio Osele "Le Musiche Nove" auf Augenhöhe und mit derselben verhaltenen Intensität spielen lässt." (Süddeutsche Zeitung Extra) "Mit ihrem zweiten Solo-Album bestätigt die Leipziger Sopranistin Simone Kermes ihren Ruf als "helle" Antwort auf die Belcanto-Kunst Cecilia Bartolis. Denkbar bunt gemischte Ausschnitte aus weitgehend vergessenen Opern von Alessandro Scarlatti, Caldara und anderen barocken Meistern präsentiert sie technisch absolut perfekt, stilistisch extrem wandlungsfähig und mit einer Frische, die den Hörer auf eine akustische Achterbahn zu versetzen scheint. Zusammen mit den hochvirtuosen "Le Musiche Nove" unter Leitung des Bartoli-Beraters Claudio Osele vermittelt die Einspielung ein kurzweiliges Bild barocker Opernkunst." (WAZ) "Menschen für gerade wiederentdeckte Musik zu begeistern - dazu braucht man Können und Enthusiasmus. Simone Kermes besitzt beides.[?]Kermes hat gemeinsam mit dem Dirigenten und Musikwissenschaftler Claudio Osele viele Musiken ausgewählt, die eine tiefgründige Interpretation verlangen.[?]Giovanni Bononcini schrieb sein "Ombra mai fu", noch bevor er als Musiker und Komponist an den Kaiserhof nach Wien ging.[?] Die meisten Kompositionen sind als Ersteinspielung zu hören. Auch fünf Stücke von Alessandro Scarlatti, der stilistisch auf gleichen Pfaden unterwegs war wie seine kaiserlichen Kollegen. Von Scarlatti stammt auch jene Bravourarie über widerstreitende Gefühle, die Kermes mit Energie und Präzision zum Glitzern bringt. Man spürt: Oseles Ensemble Le Musiche Nove und Simone Kermes befeuern sich gegenseitig - egal, ob es um rasante oder elegisch schwebende Musiken geht. Und wie schon beim "Lava"-Album kommt man aus dem Staunen nicht heraus, welch wundervolle Musik in Archiven viel zu lange geschlummert hat. Hinreißend ist auch eine Klage-Arie von Riccardo Broschi. Es ist Musik, die man immer wieder hören möchte - zumal wenn sie so kreativ interpretiert wird." (NDR online) "Colori d'Amore ein barockes Liebesliederalbum in Weltersteinspielungen, das die betörendesten, verführerischsten, abgründigsten, affektgeladensten Arien aus Opern jener Zeit vereint - eine unerschöpfliche Spielwiese für "La Diva Kermes", die sie mit bekannter Lust an vokalen und interpretatorischen Gipfelstürmen in den schillerndsten Spektralfarben erblühen läßt.[?] Wenn Alessandro Scarlatti in der Arie "Ondeggiante agitato" an die Grenzen der hohen Lage der Gesangsstimme geht, die bei den ersten Aufführungen nachgewiesenermaßen eine weibliche war! - und sie zudem noch ausgeschriebene irrwitzig lange Triller im Wettstreit mit der Trompete girren lässt - dann ist Simone Kermes in ihrem Element. Mit dem Pfund ihrer Stimme weiß sie wahrlich zu wuchern. In extremen Koloraturhöhen fliegt sie leicht wie ein Vogel, und selbst im dreifachen pianopianissimo hat sie etwas diamanten-funkelndes in ihrer stets klar focussierten Stimme, um im nächsten Affekt dann wieder den Dämon in abgrundbösen tiefen Brustregistern sein zynisches Spiel spielen zu lassen. In der zum galanten Stil überleitenden Arie "Chi non sente" von Riccardo Broschi bekommt man zudem einen ganz intensiven Eindruck von ihrer geradezu makellosen, immense Spannungsbögen erzeugenden Atemführung, die einem das Blut in den Adern gefrieren und das Herz stocken läßt vor Schönheit. Auf Corlori d'Amore wird deutlich, welches Farbenspektrum die Musik des ausgehenden 17. Jahrhunderts hat, auf welcher Zeitreise diese Musik sich hin zur Empfindsamkeit befand. "Chi non sente" von Simone Kermes mit einem zartfühlend begleitenden Orchester "Le Musiche Nove" unter Claudio Osele - das ist eine in samten-goldenes Abendrot getauchte mystische Seelenlandschaft. Gesungene Utopie - und doch ganz real! Wundervoll!" (BR online) "Simone Kermes ist der Inbegriff der manieristischen Sängerin: mit im positiven Sinne ungehemmter Entfaltung der Phantasie und dem Mut zum Exzentrischen. Für ein Repertoire schwindelerregend-virtuoser, berückend-schöner und pathos-schwerer Musik bringt sie eine umfangreiche, dynamisch flexible und agile Stimme mit, die gerade dem Titel - "Colori d´amore" - gerecht wird." (Preis der deutschen Schallplattenkritik, Bestenliste 2011)

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